Eine Initiative „Kultur trotz Corona“. Unter der Überschrift „Im Advent tanzt man nicht“ hat es mein nostalgischer Blick auf einen fränkischen Landstrich auf die online-Plattform der Bayerischen Staatsbibliothek geschafft.

 

Landschaft der goldenen Mitte

 

Frei schweift der Blick über das ausgebreitete Tal, wird angenehm begrenzt durch bewaldete Kuppen. Hügeliges Land so weit das Auge reicht. Westmittelfranken ist eine Landschaft der goldenen Mitte. Nichts so abrupt wie im Gebirge, nichts so grenzenlos wie in der Ebene.

Braun- und Grüntöne herrschen vor, immer wechselnd im Ablauf der Jahreszeiten. Schmutziges Rotbraun der Äcker und fahles Gelbbraun der Wiesen in den schneearmen Wintern. Im Frühling leuchtendes Grün der neuen Saat. Goldgelb bis rötlich im Sommer, wenn Weizen, Gerste und Hafer reifen, dazwischen weite Flächen mit mannshohem, sattgrünem Mais. Im Herbst dann wieder rotbraune frisch gepflügte Erde, von bunten Laubbäumen durchsetzte Fichten- und Föhrenbestände.

(Kostprobe aus dem Text)

 

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