Das Kulturmagazin aus Kapfenberg

 

In Ausgabe Nr. 38 / Jahrgang 2021 bin ich mit einem Prosabeitrag und einem Gedicht vertreten.

 

 

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Dringende Mahnung

 

Meine sehr verehrten Österreicherinnen und Österreicher, es sind nicht wenige unter Euch anzutreffen, die in der allgegenwärtigen Gefahr sind, den Untugenden der Hoffart und des Größenwahns anheimzufallen. Ihr glaubt Euch auszukennen und alles zu wissen, doch dürft Ihr nicht so einfältig sein zu glauben, es sei damit Genüge getan, das Land der Berge und am Strome zu besingen. Alldieweilen die Zeitenläufte so günstig sind, dass ihr mittlerweile sogar den Vogelflug beherrscht und den Mond betretet und den Mars besucht und in ferne Galaxien blickt. Ich wünschte dennoch und empfehle mit größter Dringlichkeit, dass nicht Geltungsdrang das Zepter übernehme, wie seinerzeit bei Jakobs Söhnen, die ihren eigenen Bruder Joseph aus Eifersucht in die Zisterne werfen, wo er elendiglich ertrinken soll, und dann zusehen, wie er von einer vorbeiziehenden Karawane mitgenommen wird, die ihn als Sklaven an den Pharao verkaufen.

Einen Pharao habt Ihr keinen, geehrte Österreicherinnen und Österreicher, aber Eure Autoritäten und Autoritätinnen an den Schalthebeln der Staatsmacht sind jenen ebenbürtige Herrschende und ...

(Auszug)


 

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